In einer kleinen Wohnung soll kein Wohnkomfort möglich sein?

  • 17.11.2013

    In einer kleinen Wohnung soll kein Wohnkomfort möglich sein?

  • Wer sich keine große Wohnung leisten kann, denkt häufig, er müsse Wohnkomfort opfern. Mit einem richtigen Konzept und cleveren Möbeln lässt sich aber auch aus kleinen Räumen das Optimum raus holen, ohne dass die Wohnung eng und erdrückend wirkt.

    Der perfekte Beweis: Hotelzimmer!

    Im ersten Moment mag es durchaus etwas befremdlich wirken:

    Was hat ein Unternehmen wie Expedia.de, welches eigentlich Hotelreservierungen anbietet, mit Inneneinrichtung zu tun?

    Denkt man allerdings etwas über die Gemeinsamkeiten zwischen kleinen Wohnungen und Hotelzimmern nach, ist der Zusammenhang offensichtlich:

    Welche Gemeinsamkeiten gibt es?

    1. Egal ob Hotelzimmer oder Wohnung: Ist wenig Geld vorhanden, dann wird beides dementsprechend klein ausfallen.
    2. Es gibt wohl keine andere Branche die mehr Erfahrungen mit dieser Problematik hat als die Hotellerie. Dementsprechend ist hier das Wissen vorhanden wie man aus jedem verfügbaren qm² das Maximum an Wohnkomfort holt.

    Doch wie kann man aus kleinen Räumen nun das Optimum raus holen?

    Designerin Jutta WernerDiese Frage hat Expedia sich offensichtlich auch gestellt und auch direkt die studierte Interior Designerin Jutta Werner im Firmeneigenen Blog interviewt. Wir haben die wichtigsten Tipps und Fakten nachfolgend in einem kleinen Überblick zusammengefasst:

    Wer ist Jutta Werner eigentlich und was macht Sie genau?

    Werner, die auch Möbel designt, ist Expertin für Einrichtungsfragen. Besonders erfolgreich ist vor allem ihre ““, wo die vierfache Mutter innerhalb kürzester Zeit individuelle Problemlösungen für ihre Kunden entwickelt. Dass ihr Unternehmen „“ im nächsten Jahr 20-jähriges Jubiläum feiert, zeigt dass sie sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen die richtige Lösung parat hat.

    Für sie ist die „Wunderwaffe“ bei kleinen Wohnungen, ein Konzept zu entwickeln: „Sobald ein Raum einer Idee folgt, wird er schön – auch wenn er sehr voll ist.“

    Die wichtigsten Tipps im Überblick:

    Sparsam einrichten mit funktionalen Möbeln
    Auch wenn es schwierig erscheint: Die Innenarchitektin rät dazu, „mit so wenig wie möglich klar zu kommen“, um möglichst viel Raum frei zu halten. Erreichen können dies Besitzer von kleinen Wohnungen am Besten, indem sie gerade größere Möbel gezielt nach ihrer Funktionalität auswählen.

    1. Eine Eck-Couch, die auch als Schlafsofa genutzt werden kann, ist nicht nur platzsparender als eine Sitzgarnitur mit Sesseln, sondern kann auch als Gästebett dienen. Dabei bietet sie dennoch genauso vielen Menschen Platz.
    2. Im Esszimmer helfen ausziehbare Tische und Klappstühle, die leicht verstaut werden können, dabei, kurzfristig mehr Platz für Gäste zu schaffen.


    Resourcefurniture.com

    Genügend Stauraum ist das A und O

    Wenn nicht genügend Platz ist, um Gegenstände zu verstauen, wirkt die Wohnung schnell unordentlich und ungemütlich.

    1. Mini-Wandschränke nutzen auch Nischen und Zimmerecken aus und können zur Not auch mit etwas handwerklichen Geschick selbst passend gebaut werden.
    2. Bänke und Couchtische mit Stauraum sind ebenfalls dazu geeignet, Kissen oder Gegenstände zu verstecken, ohne dass sie Raum wegnehmen.
    3. Multifunktionale Regale können häufig als Schreibtisch genutzt werden. Solche Möbelstücke sind in der Anschaffung zwar häufig etwas teurer, lohnen sich jedoch gerade in kleinen Wohnungen.
    4. Nicht empfehlenswert sind hingegen die meisten Klappbetten und Schlafsofas, die täglich genutzt werden. Beim Schlafen sollten keine Komfortabstriche zugunsten der Raumersparnis hingenommen werden.

    Farben und Licht gekonnt einsetzen

    Werner weiß: „Hauptstilmittel sind natürlich auch Farbe und Licht, die viel verändern können, in dem man Akzente setzt. Zum Beispiel Lichtquellen nur an der Wand oder nur am Boden“.

    1. Bei der Farbwahl sollten hellere Töne bevorzugt werden. Sie können einen Raum optisch vergrößern.
    2. Intensive Farben sind trotzdem erlaubt, sollten jedoch sparsam eingesetzt werden.
    3. Wer keine hohen Wände hat, sollte außerdem nicht ganz bis zur Decke streichen: Ein schmaler Rand von wenigen Zentimetern streckt das Zimmer optisch und lässt es größer wirken.
    4. Ähnlich funktionieren auch Deckenfluter oder Wandleuchten, die auf den oberen Teil der Wand gerichtet sind. Sie sorgen so außerdem auch für wärmeres Licht.
    5. Auf eine einzelne Lichtquelle in der Mitte des Raumes sollte verzichtet werden, da der Raum dann kleiner erscheint. Besser ist es, das Licht mithilfe von Seil- und Schienensystemen im gesamten Zimmer zu verteilen.

    Bildquelle Bild1: CC, BY © Benjamin
    Bildquelle Bild2: BY © Expedia

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