Übergabe, Vermietung, Verkauf: Kleinigkeiten mit großer Wirkung bei der Immobilienbewertung

  • 27.01.2026

    Übergabe, Vermietung, Verkauf: Kleinigkeiten mit großer Wirkung bei der Immobilienbewertung

  • Bei Vermietung und Verkauf wird meist zuerst über Lage, Grundriss und Energiekennwerte gesprochen. In der Realität hängt es aber oft auch von Kleinigkeiten ab, ob ein Besichtigungstermin positiv endet oder ob es gleich Nachverhandlungen gibt. Mieter und Käufer erkennen sofort, ob Fenster sauber schließen, ob Türen klemmen oder ob der Sonnenschutz sicher funktioniert. Für Eigentümer und Verwalter empfiehlt sich deshalb vor Übergabe oder Vermarktung ein kurzer Technik Check. Er vermindert Rückfragen, senkt das Risiko späterer Mängelrügen und ermöglicht gezieltes und nicht hektisches Reparieren.


    Checkliste vor der Besichtigung: was man in 30 Minuten prüfen kann

    Der schnellste Weg, Schwachstellen zu erkennen, ist ein systematischer Rundgang. Sinnvoll ist es, die Kontrolle Raum für Raum vorzunehmen und die wichtigsten Bauteile gleich zu behandeln. Dazu gehören Fenster und Türen, Beschläge, Dichtungen, Heizkörperventile, Lichtschalter und sichtbare Silikonfugen im Nassbereich.
    Bei Fenstern spielen drei Dinge eine Rolle. Der Griff muss leichtgängig sein, das Fenster sauber anliegen, die Dichtung darf nicht spröde sein. Kleine Mängel zeigen sich häufig erst bei Wind und Wetter, dann ist die Chance für leichten Ausgleich vorbei. Bei Türen reicht ein kurzer Selbsttest. Fallen und Riegel müssen sauber schließen, das Schloss darf nicht haken, die Tür nicht am Boden streifen. So banal diese Dinge scheinen, sie sind entscheidend für den Gesamteindruck, weil sie als Hinweise auf Pflege oder Misspflege des Hauses gelesen werden.


    Sonnenschutz und Rollläden: Feines Detail

    Rollläden werden meist erst wahrgenommen, wenn sie nicht mehr richtig laufen. Hierbei handelt es sich aber um einen Augenblick der Wirkung, bei einer Besichtigung auch um ein wichtiges Komfortthema. Ein Rollladen, der beim Hochziehen ruckelt, schief läuft oder auf einmal laut ist, wird sofort zu Fragen führen. Und die Interessenten denken schnell an Folgekosten, auch wenn es vielleicht am Ende nur ein ausgefranster Gurt oder ein verhakter Lamellenstift ist.
    Bei handbetriebenen Systemen läuft der Gurt glatt und ist nicht ausgefranst. Der Wickler zieht sauber ein und springt nicht. Bei elektrischen Antrieben lohnt ein kurzer Test in beide Richtungen. Typische Hinweise sind verzögertes Reagieren, nicht gleichmäßige Bewegung, oder das Motorengeräusch wird lauter. Wer hier in seiner Region schnell Klarheit über Zustand und Aufwand erreichen will, plant die Abklärung rechtzeitig ein. etwa über eine Rolladen Reparatur in Oldenburg oder anderen Städten, statt den Punkt bis kurz vor die Übergabe zu schieben.


    Mängel dokumentieren, Zuständigkeiten klären, Kosten kalkulierbar halten

    Damit aus Kleinigkeiten nicht endlose Abstimmungen werden, hilft saubere Dokumentation. Für jeden Mangel genügen meist drei Angaben. Wo hakt es? Was genau ist zu beobachten? Seit wann besteht es ungefähr? Ein Foto hilft zuverlässig, gerade bei Schäden an Dichtungen, Rahmen oder Lamellen. Wer so Verwaltung und Handwerk koordiniert, spart Zeit, denn je genauer die Beschreibung ist, desto weniger Nachfragen. „Rollladen klemmt im Wohnzimmerfenster links, läuft ab halber Höhe schief“ ist hilfreicher als „Rollladen defekt“.

    Für die Kostenkontrolle ist wiederum die Rangfolge wichtig. Erstens sicherheitsrelevante Dinge, lose Geländer, kaputte Schlösser, elektrische Auffälligkeiten. Dann die Funktionsmängel, die im Alltag stören, klemmende Fenster, nicht schließende Türen, Ausfälle bei Sonnenschutz. Drittens die optischen Geschichten, die zwar den Eindruck drücken, aber nicht dringend sind. So ist ein Budget gesetzt und es lässt sich in schönen Schritten abarbeiten.
     

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