IMMOBILIENBLOG
Eine Petition gegen das Bestellerprinzip
Die Bundesregierung plant schon seit geraumer Zeit die Einführung des Bestellerprinzips. Demnach sollen Immobilienmakler zukünftig keine Provision mehr vom Mieter verlangen dürfen. Der Auftraggeber soll für die Kosten des Maklers aufkommen, da er diese auch steuerlich geltend machen kann. Einige Immobilienverbände halten das Vorgehen für verfassungswidrig, da in die Vertragsfreiheit und die Berufsfreiheit eingegriffen wird. Durch das Bestellerprinzip kann ein Makler einem suchenden Kunden nur noch Fremdobjekte anbieten, sofern er eine Provision von dem Interessenten verlangen möchte, alles im Eigenbestand wäre dann provisionsfrei, so der Gedanke dahinter. Die Wohnungspolitik hat in einigen Städten massiv versagt und man sucht nun einen Schuldigen, in dem Fall sollen die Makler herhalten. Bezahlbarer Wohnraum wird durch ein Bestellerprinzip nicht geschaffen. Viele befürchten zudem, dass der Vermieter die Kosten für den Makler dann zukünftig einfach umlegen wird und sich die Miete somit noch weiter erhöht, was im Endeffekt viel teurer wird. Eine Petition gegen das Bestellerprinzip ist bereits online gestellt worden, dort haben sich bisher gut 8.000 Unterstützer gefunden.
Kommentare
Kein Eigentümer wird uns freiwillig gerne beauftragen beziehungsweise dafür bezahlen wollen warum soll unsere schwere Arbeit nicht auch dementsprechend entlohnt werden ich wäre gerne bereit Studenten und Auszubildenden eine Vergütung einzuräumen aber keinesfalls die Provision zu erlassen...
Bevor ein Eigentümer einen Makler beauftragt oder ihn dafür bezahlt setzt es lieber in die Zeitung oder in die öffentlichen Medien um wieder einmal Geld zu sparen! Vermarktung ist ein fulltime Job und keine Nebenbeschäftigung. Es sollte man schon in die Hände eines Profis legen!
Und wenn ich den Vermietungsmarkt betrachte, bei dem die meisten auf reine Außenprovision bauen und im Sinne des Vermieters agieren (oder auch bei einer kombinierten Innen-/Außenprovision die zur Neutralität verpflichtet), ist das negative Bild in der Öffentlichkeit für mich auch nicht verwunderlich.
was für eine blöde Idee. Ob Mieter oder Käufer, beide zahlen, wie bekannt, nur 1x die Maklerprovision. Was wir nicht vergessen dürfen ist, dass das Maklerbüro jeden Monat Löhne und Steuern bezahlt.
Ja Steuern. Nur von 2,38 Nettomieten erhält unsere Stadt ca. 1 Milliarde Einnahmen und diese werden dann natürlich fehlen.
Und, um Geld zu sparen werden viele Eigentümer selber vermieten oder verkaufen, wenn dann die Maklerbüros KEINE Aufträge bekommen, müssen die meisten Personal kündigen. Also steigt die Zahl der Hartz-4-Empfänger und wer zahlt die?
Dann sollen unsere Politiker min. 30% weniger Löhne bekommen!
Bbesten Wünsche und schöne Grüße
Herr Orhan Kilic (genannt)
„Mülheims umtriebigster Immobilienmakler“
http://www.as-makler.de/html/mulheims_umtriebigster_makler_.html
https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-einfuehrung-des-bestellerprinzips
Kollegialen Gruss aus Hannover
Mehmet Kibar
www.Kibar-Immobilien.de
Wohnungswechsel passieren in der Regel durch Verursachung der Mieterseite und nicht der Vermieter. Und irgendwie habe ich den Eindruck das viele Mieter sehr schnell bei kleinen Veränderungen zum Wohnungswechsel neigen. Für die Schnelllebigkeit soll nun der Vermieter in die Tasche greifen, alle 2 Jahre den Makler bezahlen und die Bude renovieren, oder doch schon nach 1 Jahr? Schon allein dadurch denke ich kann das Bestellerprinzip nicht funktionieren!
Auf der anderen Seite ist unsere Arbeit doch wichtig, wie viele Vorstellungen, nicht nur die finanziellen, von Vermietern habe ich die letzten Jahre korrigiert, wie vielen Mietern einen Mietvertrag verschafft, die beim selben Vermieter "von privat" pauschal abgelehnt worden wären?! Ich kenne den privaten Markt und das Chaos das dort herrscht, wie wohl die meisten Kollegen diesen Zustand bestätigen können. Wenn die Politik meint, sie tut Mietern damit einen Gefallen, dann ist dies eine Fehleinschätzung.
Wenn Mietbewerber keine Provision mehr bezahlen müssen, öffnet das Tür und Tor für Ghettoklientel und Mietnomaden!
Jeder Mietbewerber, der für seine Wunschwohnung eine Provision zahlt, wird diese Wohnung mit Respekt behandeln und lange dort wohnen bleiben. Lt. Statistik sind Mietverhältnisse mit Bewerbern, die eine Provision gezahlt haben langfristiger, als die, bei denen die Bewerber keine zahlen mussten. Dies ist ein Schritt zurück in die Steinzeit!
Hochwertige Wohnungen müssen vor Mietnomaden geschützt werden!
Wenn ein Bewerber nicht bereit oder in der Lage ist, die Maklerprovision für die Wunschwohnung zu bezahlen, wird er die monatlichen Mieten nur mit Ach & Krach aufbringen können. Solche Mieter sind ein grösseres Risiko für den Eigentümer, da dieser Gefahr läuft auf seinen Mietforderungen sitzen zu bleiben... und die Spassgesellschaft nimmt ihren Lauf!!!!
Die mieterseitige Provision für höherwertige Wohnungen MUSS dringend bleiben !
Immobilienmaklerin aus Thüringen
www. reinholz- immobilien.de
Immovendt aus der Pfalz
Ich sage nur Widerrufsbelehrung, ENEV2014 und Geldwäschegesetz.
Uns werden solche Hürden gestellt, die es natürlich zu meistern gilt, aber fast alle nicht zu Ende gedacht wurden, weil noch niemand die Praxis gelebt hat.
Find ich super,
Euer Schmitz von Schmitz Immobilien in Krefeld
Alle Makler sollten das neue Gesetz als Chance begreifen und den Wert ihrer Arbeit den Eigentümern neu vermitteln.
Egal ob der Mieter eine Provision zu zahlen hat oder nicht. In Regionen mit Wohnungsknappheit wird die Miete in jedem Fall steigen und die Wohnungen werden auch ohne Makler neue Mieter finden. In den anderen Regionen wird es halt schwieriger werden.
Grüße aus der Bachstadt Köthen
Hier gibt es noch Wohnungen zu bezahlbaren Preisen.
http://www.hkimmo.de/
Ich spreche als Maklerin, die in Spanien arbeitet. Hier teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision aber beide erhalten auch die gleiche Rechtssicherheit und wir vertreten beide Parteien. Sicher in Spanien ein viel wichtigerer Aspekt als in Deutschland. Auch wenn das neue Gesetz erst ein Mal viel Ärger für Makler bedeutet, heißt das nicht, dass Hausbesitzer wild beauftragen und andere die Rechnung bezahlen lassen dürfen. Der Transparenz wegen befürworte ich eine Neuregelung.
https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-einfuehrung-des-bestellerprinzips
Grüße aus der Bachstadt Köthen
http://www.hkimmo.de/
Die Sache ist doch bereits bei den Anzeigen, die privaten Inserate sind so verteilt und nicht dort wo die Masse der Suchenden suchen. Das ist dann die Zukunft der Wohnungssuche! Der Makleranteil liegt doch nur bei 50%, warum sind die anderen 50% nicht wahrnehmbar?
Aber dass muss mal ein Vermieter, der nicht in der Immobilienbranche drin steckt erst mal verstehen! Das wird ein Abenteuer. Ich denke für Immobilienmakler wird der Markt an Wohnungen beziehungsweise Wohnungsgesuche zu kommen noch schwerer als ohnehin.
Habe hierzu auch hier http://goo.gl/Z4U1am einen interessanten Artikel gefunden.
Ich unterstütze die Petition!
Sebastian
http://www.immo4trans.de/blog/lesen/maklerstreik-von-maklerverband-gefordert-makler-sauer#BLOG1240